Mit Applaus der vielen Teilnehmer endeten die sechsten Niederösterreichischen Parkinson Info Tage, unsere ersten im Schloss St. Peter/Au.

Bis 2014, und nicht wie ursprünglich gesagt 2010, wurden sieben Waldviertler Parkinson-Info-Tage in Karlstein im Waldviertel von Frau Inge Anderle, der Präsidentin des Dachverbandes der Parkinson Selbsthilfe Österreich und ihrer Vicepräsidentin Mag. Pharm. Elfriede Oswald, Vizepräsidentin der Parkinson Selbsthilfe Österreich organisiert. Mehrmals hatte die Arbeitsgruppe Amstetten-Mauer die Infotage in St. Stefan im Gailtal früher mit Privat PKW, zum Schluss schon mit einem Bus besucht. Dabei entstand in mir der Traum, die Veranstaltung in NÖ wieder aufleben zu lassen.

Nachdem ich im August 2021 zum Nachfolger des plötzlich verstorbenen Helmut Markovic zum Landesobmann gewählt wurde, führte ich mit Frau Baldauf von AbbVie ein Gespräch über unsere zukünftige Zusammenarbeit.  Dabei erzählte ich ihr auch von meinem Traum und zeigte ihr im Anschluss meinen Heimatsort St. Peter/Au und auch das Schloss. Als sie den Festsaal sah, überzeugte sie mich, dass dies der ideale Standort für eine zukünftige Parkinson-Info-Veranstaltung in NÖ sei und damit hat sie den Start zur Verwirklichung meines Traumes gemacht.

Zuerst musste der Termin festgelegt werden. Ich erzählte unserem Bürgermeister MMag. Hannes Heuras von meinem Traum und teilte ihm mit, dass ich dies im Festsaal des Schlosses machen möchte. Ich konnte den Bürgermeister davon überzeugen und über Gemeinderatsbeschluss wurden mir die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und der Termin fixiert.

Um Hilfe von der Ärzteschaft zu haben, erzählte ich unserer ortsansässigen Neurologin Frau Dr. Brigitta Freundl, die auch einige Betroffene der Arbeitsgruppe betre

ut, von meinem Vorhaben. Sie war sofort davon begeistert und arbeitete zum Dank sofort mit.

Zusammen mit der Eventmanagerin von AbbVie Frau Mag. Gerlinde Baldauf erstellten wir eine Liste mit möglichen Vortragenden. Frau Dr. Freundl und ich erstellten die Wunschthemen und ersuchten die Vorgeschlagenen um die Vorträge. Nachdem wir nur Zusagen bekamen, war das Programm auch schnell komplett und die Einladungsfolder konnten gedruckt und verteilt werden.

Gedruckt wurden die Einladungen vom Büro des NÖ Dachverbandes in St. Pölten, verteilt haben wir über die Landesverbände der Parkinson Selbsthilfe Österreich, unseren bekannten Ärzten, und den Neurologen durch die Fa. AbbVie.

Schnell kam der Termin für die Veranstaltung herbei und schon ist die Veranstaltung auch vorbei.

Der Applaus hat in erster Linie den Referenten gegolten. Denn die Vorträge waren von der Thematik sehr interessant und von den Referenten auch begeisternd vorgetragen worden. Er galt auch der Obfrau der Arbeitsgruppe Amstetten-Mauer Rosa Pöchacker mit ihren Helferinnen und Helfern, welche vorbildlich für die Bewirtung der Gäste sorgten.

Der erste Tag war ein Tag wie im Bilderbuch. Die Vorträge von OÄ Dr. Brigitta Freundl, Priv. Doz. Dr. Thomas Foki, OA Dr. Thomas Mitterling, OA Dr. Volker Tomantschger, Prim. Dr. Hermann Moser, den Therapeutinnen Edith Pem und Lisa Tomantschger kamen sehr gut an. Alles war perfekt.

Am Abend erfuhren wir, und damit meine ich meine Mitorganisatorin und Mitmoderatorin Frau Dr. Brigitta Freundl und ich, dass am nächsten Tag die ersten beiden Referentinnen krankheitsbedingt ausfallen werden. So machten wir uns daran, dieses zeitliche Loch nach der Begrüßung durch unseren Bürgermeister zu füllen. Dankenswerter Weise kam uns OA Dr. Grantl-Püringer früher und schloss mit seinem Vortrag an die Begrüßung an. Da sein Vortrag länger dauerte, machten wir anschließend Pause und fuhren anschließend mit dem Vortrag von Dr. Weber fort. Beim Gespräch von Betroffenen, Angehörigen und Arzt erzählte Hermine Hofner als Betroffene von ihrer Erkrankung, der späten Diagnose, der Krankheit in ihrem Elternhaus, ihrem sportlichen Engagement, zuerst in der Parkinsoniade und jetzt im Tischtennis. Ich erzählte von der Veränderung meiner Frau durch die Krankheit, von meiner Erfahrung mit der Krankheit, der veränderten Lebenseinstellung, von der Arbeit in der Selbsthilfe. Frau Dr. Freundl fragte die Anwesenden um ihre Erfahrung und es wurde viel erzählt. Als zum Schluss Hannes Hofbauer mit 2 Gehhilfen auf die Bühne kam und aufforderte, mit ihm das Lied „Fein sein, bei einander bleiben“ zu singen, sangen alle gleich mit standen auf und applaudierten anschließend. Beim Verzehr der vielen aufgelegten Brötchen wurde noch ausgiebig geplaudert und diskutiert.  So konnten wir auch diesen Tag wieder perfekt abschließen.

Für mich als einer der Organisatoren war es Neuland, hatte mich aber sehr stark an den Kärntner Info Tagen orientiert. Frau Dr. Brigitta Freundl war für mich in der Organisation, wie Arztsuche und Themenfindung, aber auch in der Moderation sehr hilfreich. Frau Gerlinde Baldauf half uns sehr bei der Referentensuche.

Für viele Teilnehmer, aber auch Referenten waren die Räumlichkeiten des Schlosses und besonders der Vortragssaal ein Festsaal und wertete unsere Veranstaltung zu einer Festveranstaltung auf. Der Bürgermeister hat uns auch eingeladen, die nächste Veranstaltung wieder im Schloss abzuhalten, was wir gerne tun. Ich habe die Einladung auch gleich angenommen, und die nächsten Infotage wieder für 12. und 13. Juli, aber 2024 fixiert, da 2023 sie in St. Stefan im Gailtal von Dr. Volker Tomantschger mit seinem Team durchgeführt werden. Heuer mussten wir Dienstag und Mittwoch nehmen, da alle Wochenendtermine schon vergeben waren, 2024 werden es aber Freitag und Samstag sein.

Josef Dorfmair

(Parkinson SH NÖ, Landesverband)